Fragen und Antworten

  • Die Umweltverantwortungsinitiative fordert eine Zukunft, in der alle Menschen ein gutes Leben führen können: mit lokalen und gesunden Lebensmitteln, einer sauberen und intakten Umwelt, stabilen und existenzsichernden Arbeitsplätzen sowie mehr Zeit für Gemeinschaft statt Stress und Einsamkeit.

    Doch das gegenwärtige, profit- und wachstumsorientierte Wirtschaftssystem hat zur Klimakrise und der Verschmutzung von Luft, Wasser und Böden geführt. Das Streben der Grosskonzerne nach Profit setzt die Lebensgrundlagen von uns Menschen aufs Spiel.

    Deswegen fordern wir einen grundlegenden Wandel der Wirtschaft und der Gesellschaft: Wir wollen die Profiteur*innen der Umweltzerstörung zur Verantwortung ziehen und allen Menschen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.

  • Die Schweiz soll so produzieren und importieren, dass nur so viele Ressourcen verbraucht und Schadstoffe freigesetzt werden, wie unsere Umwelt verkraftet. Dabei orientieren wir uns am Konzept der planetaren Grenzen. Dieses definiert für verschiedene Bereiche, wie viel Umweltbelastung die Erde aufnehmen kann, bevor Ökosysteme kippen. Das konkrete Ziel der Initiative ist, dass die Schweiz ihre Umweltbelastung innerhalb von zehn Jahren so reduziert, dass wir die planetaren Grenzen einhalten. Die Umsetzung dieser Ziele muss sozialverträglich geschehen.

  • Die Initiative verlangt, dass die Wirtschaft nur so viele Ressourcen verbraucht, wie der Planet verkraftet. Folgende Massnahmen können dazu beitragen:

    • Investitionen in eine soziale und ökologische Zukunft: Wir investieren in ökologische Infrastruktur wie erneuerbare Energie, Fuss- und Velowege. Ebenso brauchen wir eine Ausbildungsoffensive und die Förderung nachhaltiger Arbeitsplätze. Damit ermöglichen wir allen Menschen eine sichere und lebenswerte Zukunft, ohne die Umwelt zu zerstören.

    • Verantwortung der Konzerne: Das Profitstreben von Grosskonzerne setzt unsere Lebensgrundlagen aufs Spiel. Deswegen müssen sie jetzt Verantwortung übernehmen für die Schäden, die sie angerichtet haben. Zum Beispiel indem sie sich finanziell an der Bekämpfung der Umweltkrisen beteiligen, und indem sie sich im In- und Ausland an klare ökologische und soziale Kriterien halten.

    • Fair Handeln: Ein grosser Teil unserer Umweltbelastung entsteht im Ausland. Um die planetaren Grenzen einzuhalten, muss auch unser Handel nachhaltig sein. Dies erreichen wir unter anderem durch klare soziale und ökologische Kriterien für unseren Handel und indem wir ausländische Kleinbäuer*innen bei der Umstellung auf nachhaltige Produktion unterstützen.

    • Neues Ziel für die Wirtschaft: Mit dem immerwährenden Streben nach Profit und dem Dogma des ewigen Wachstums zerstören wir unsere Lebensgrundlage: eine intakte Umwelt. Wir müssen Wege finden zu einem guten Leben unabhängig vom Wirtschaftswachstum. Damit gewinnen wir eine lebenswerte Zukunft, die mehr Gemeinschaft, Zeit und Nähe zur Natur bietet, indem wir im Einklang mit den Grenzen des Planeten leben.

  • Umweltkrisen verstärken bestehende Ungleichheiten - so zum Beispiel die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern. Die Bekämpfung der Umweltkrisen ist also inhärent sozial.

    Konkrete Instrumente für eine sozialverträgliche Umsetzung können ein ökologischer Umbau aller Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche sein, damit Güter und Dienstleistungen wie nachhaltige Mobilität, ökologisches Wohnen oder gesunde Lebensmittel für alle Menschen zugänglich bleiben oder werden.

    Dies kann durch gezielte Fördergelder, bspw. für den Biolandbau oder erneuerbare Energien, sowie durch einen massiven Ausbau öffentlicher Infrastrukturen wie dem öffentlichen Verkehr erreicht werden.

  • Mit einem Ja zur Umweltverantwortungsinitiative gewinnen wir eine Zukunft, die das Wohl von uns Menschen und Umwelt ins Zentrum stellt:

    • Mehr Lebensqualität für alle: Statt auf endloses Profitstreben setzen wir auf intakte Natur, gesunde Lebensmittel, Naherholungsräume und begrünte Städte. Eine ökologische Wirtschaft schafft mehr Zeit für Gemeinschaft und zukunftsfähige Arbeitsplätze.

    • Nachhaltige und resiliente Wirtschaft: Indem wir die planetaren Grenzen einhalten, sichern wir langfristig die Ressourcen, die unsere Wirtschaft benötigt. Anstelle des Profits von Grosskonzernen soll das Wohl von uns Menschen und Umwelt im Zentrum stehen.

    • Solidarität und Gerechtigkeit: Die Schweiz trägt eine historische Verantwortung für die Umweltkrisen, da ihr Wohlstand auf Jahrzehnten von Übernutzung der natürlichen Ressourcen beruht. Mit der Initiative handeln wir solidarisch – für die Menschen im Globalen Süden, die am stärksten betroffen sind, und für kommende Generationen.

    • Vorbildrolle für die Schweiz: Mit unserem Wohlstand, unseren Technologien und unserer Demokratie kann die Schweiz zeigen, dass eine ökologische und soziale Transformation möglich ist – und damit den globalen Wandel voranbringen.

    So schaffen wir eine lebenswerte Zukunft für uns und für die kommenden Generationen.

  • Die Initiative fordert eine Neuorientierung der Wirtschaft, weg von Grosskonzernen, die nur für ihren eigenen Profit arbeiten, und hin zu mehr Wohl für uns Menschen und Umwelt.

    Wir müssen Wege finden, wie wir unabhängig vom Wirtschaftswachstum gut leben können. Wenn wir jetzt handeln, können wir zehntausende zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen, die den Wandel voranbringen.

    Ein Nichthandeln würde uns allerdings teuer zu stehen kommen: Die Folgen der Klimakrise könnten die Schweiz pro Jahr 10 Milliarden Franken kosten – die anderen Umweltbereiche wie Artenverlust sind da gar noch nicht eingerechnet. Zudem können zerstörte Existenzen und Todesfälle nicht mit Geld aufgewogen werden.

  • Die planetaren Grenzen beschreiben, wie viel Umweltbelastung die Erde verkraftet. Diese müssen wir einhalten, um die Zukunft der Menschheit langfristig zu sichern. Sie umfassen kritische Bereiche wie Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser- und Landnutzung sowie Verschmutzung von Luft, Wasser und Böden.

    Werden diese Grenzen überschritten, riskieren wir schwerwiegende und oft unumkehrbare Schäden für die Umwelt und uns Menschen. Die Initiative fordert, dass die Schweiz diese Grenzen respektiert und somit eine Zukunft ohne fortwährende Umweltkrisen ermöglicht.